Impressionen 2013

1. Nationaler Energiekonzept-Kongress – gelungene Premiere

130 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich mit Vertretern und Vertreterinnen von Bund, Kantonen, Gemeinden und Energieversorgern auszutauschen, sich zu informieren und zu vernetzen. Dabei stand das Thema «Energiekonzepte – von der Idee zur erfolgreichen Umsetzung» auf dieser neu geschaffenen Kongressplattform im Zentrum. Die gut besuchten Foren am Nachmittag beleuchteten unter anderem die verschiedensten Spannungsfelder wie Chancen und Grenzen von energieautarken Gemeinden.


World Resources Forum St.Gallen

Das WRF Sekretariat mit Sitz in St. Gallen organisierte am 23. Mai 2013 die internationale Konferenz «Globale Anregungen für lokale Energieeffizienz», mit über 50 Teilnehmern aus der Schweiz, Deutschland, Holland, Italien und Österreich.

«Klimaneutrale Gesellschaft, was muss Energieeffizienz leisten?» hiess der Titel der Eröffnungsrede von Klaus Müschen, Leiter am Umweltbundesamt in Deutschland. Martin Faulstich, Vorsitzender des Deutschen Sachverständigenrates für Umwelt-fragen, plädierte in seinem energiegeladenen Referat für die Energie- und Ressourcenwende. Das grosse Problem an sich sei nicht die zunehmende Knappheit von Öl oder Gas, sondern die Tatsache, dass unser Planet die Zunahme von Kohlendioxid in derAtmosphäre nicht mehr schlucken könne. Stadtrat Fredy Brunner möchte seine Stadt St. Gallen als eine der ersten in der Welt aufs Niveau der 2000 Watt-Gesellschaft bringen. Helga Weisz vomPotsdam Institut für Klimafolgenforschung unterstrich die wichtige Rolle der Städte in der Diskussion um Energieeffizienz. Der Unternehmer Hubert Rhomberg aus Österreich legte anhand des hauptsächlich aus heimischem Holz gefertigten Life Cycle Towers eindrücklich dar, dass massive Einsparungen beim Energie- und Ressourcenverbrauch im Bau schon heute möglich sind. Willi Sieber vom Österreichischen Ökologie Institut zeigte auf, welch grosses Potential für Ressourceneffizienz auch im Service- und Tourismussektor vorhanden ist. Individuelle Haushalte und KMUs können einen viel grösseren Beitrag als erwartet zur Energie- und Ressourcenschonung leisten, veranschaulichte Evavan der Want von myclimate.

In den drei parallel geführten Workshops am Nachmittag wurden weitere praktische Beispiele von Energie- und Ressourceneffizienz vorgestellt und diskutiert. Auch diese Inputreferate wurden durch hochkarätige Experten aus Firmen, Forschungs- und Regierungsinstituten sowie NRO vorgetragen.